Arion vulgaris

•Mai 28, 2012 • 3 Kommentare

Die Familie der Wegschnecken (Arionidae) gehört zur Ordnung der Lungenschnecken. Sie sind durch Gemeinsamkeiten im Genitalapparat definiert. Auch lassen sich manche Arten nur durch genitalmorphologischen Untersuchungen unterscheiden. Die Wegschnecken haben im Laufe der Evolution ihr ursprüngliches Gehäuse weitgehend reduziert und sind zu Nacktschnecken oder “Halbnacktschnecken” geworden. Vom Gehäuse ihrer Vorfahren, in das sich die Schnecke ursprünglich komplett zurückziehen konnte, sind nur noch Kalkkörnchen oder Kalkplättchen übrig geblieben, die zudem vom Mantel überdeckt sind. Lediglich die Gattung Binneya besitzt noch ein kleines, ohrförmiges, aufgerolltes und extern liegendes Gehäuse. Aber nur Jungtiere können sich noch komplett in das Gehäuse zurückziehen; bei adulten Tieren ist das Gehäuse funktionslos geworden. Bei den Wegschnecken bedeckt der ovale Mantel nur den vorderen Teil des Körpers. Das Atemloch (Pneumostom) sitzt etwas vor der Mitte des Mantels auf der rechten Seite. Der Kiefer ist quergerippt (odontognath). Die Fußsohle ist einheitlich oder auch undeutlich längs in drei Zonen geteilt. Eine Schleimdrüse am Hinterende des Fußes kann vorhanden sein oder fehlen. Je nach Art kann der Schleim auch gefärbt sein. Bei Bedrohung können die Tiere die Muskulatur zusammenziehen (kontrahieren). Durch den Gegendruck des Blutes wird dann der stark geschrumpfte Körper zäh und hart. Die Wegschnecken können sich einrollen. Alle Arten sind Zwitter, die sich normalerweise gegenseitig befruchten. In Extremsituationen können sie sich auch selbst befruchten. Im männlichen Teil des Genitalapparates ist der Penis meist stark reduziert oder fehlt ganz. Dagegen ist der Epiphallus gewöhnlich vorhanden. Die Vagina ist einfach, das Atrium mehr oder weniger stark angeschwollen. Das Atrium weist gewöhnlich dicke, drüsige Wände auf. Die Spermatophore ist gewöhnlich, wenn vorhanden, relativ dünn mit einem gezähnelten, länglichen Rücken. Diese Wegschnecke wird sich gerade an ihren eigenen Schleim aus einer Höhe von ca. 50 cm Abseilen. Aufgenommen ob Buochs am 27.05.2012 auf einer Wiese.

Tetragnatha extensa

•Mai 28, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Gemeine Streckerspinne (Tetragnatha extensa) hier ein Männchen gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und kommt in ganz Europa vor. Sie ist die größte Art der Gattung in Mitteleuropa. Weibchen haben eine Körperlänge von 10-12 mm, Männchen werden 6-9 mm lang. Vorderkörper (Prosoma) und Beine sind einfarbig beigebraun. Der längliche Hinterkörper (Opistosoma) trägt auf gelblichem bis grünlichem Grund eine schmale dunkle Strichzeichnung mit angedeuteter Mittellinie, die meist von einer dunklen feinmaschigen Netzzeichnung umgeben ist. Die Unterseite ist dunkelbraun. Männchen haben einen großen Dorn am Grundglied der Cheliceren, der bei der Kopulation zum Festklammern der Cheliceren des Weibchens dient. Die Streckerspinne baut in Bodennähe oder direkt über der Wasseroberfläche kleine Radnetze mit einer offenen Nabe an Grashalmen und Pflanzenstängeln. Sie sitzt in Ruhestellung an der Unterseite von Blättern und Zweigen in langgestreckter Haltung und ist so sehr gut getarnt. Geschlechtsreife Tiere kommen von Mai bis September vor. Paarungen finden in Mitteleuropa vor allem im Juni statt: Beim Paarungsvorgang hält das Männchen mit seinen Cheliceren die weiblichen Cheliceren fest. Der Kokon ist sehr charakteristisch; er zeigt zahlreiche unregelmäßige, graue oder grünliche Fortsätze und wird meist an einem Grashalm befestigt. Diese Haltung auf dem Bild zeigt ihre natürliche Tarnung. Aufgenommen am 27.05.2012 ob Buochs an einem Waldrand.

Notidobia ciliaris

•Mai 28, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Köcherfliegen (Trichoptera) bilden eine Ordnung der Insekten innerhalb der Neuflügler (Neoptera) und gehören zu den Holometabolen Insekten (Holometabola). Mit etwa 13.000 bekannten Arten ist es die größte primär aquatische Insektenordnung. In Mitteleuropa leben knapp 400 Arten. Aus Europa insgesamt sind z.Zt. 1211 Arten und Unterarten belegt. Die Körperlänge der Tiere beträgt zwischen 1,5 und 40 mm, die Flügelspannweite zwischen 3,5 und 68 mm. Die kleinsten mitteleuropäischen Arten gehören zur Familie Hydroptilidae (ca. 3 mm, Flügellänge ca. 5 mm). Größte mitteleuropäische Art ist Phryganea grandis (Phryganeidae) mit 60 mm. Aufgenommen am 28.05.2012 im Stanser Ried.

Rhithrogena germanica

•Mai 28, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Das Subimago der Märzbraunen ist der letzte Lebensabschnitt dieser Eintagsfliege die wir zu sehen bekommen. Die letzte Häutung der Larven findet an der Wasseroberfläche oder an Land statt, aus der Larvenhaut schlüpft eine noch nicht geschlechtsreife, aber flugfähige Subimago, die sich binnen einiger Minuten oder bis zu drei Tagen zum ausgewachsenen Insekt Imago häutet. Oligoneuriidae und die (asiatischen bis osteuropäischen und nordamerikanischen) Behningiidae häuten sich während des Hochzeitsflugs in der Luft, wobei die Flügel nicht mitgehäutet werden. Bei manchen Familien werden die Weibchen bereits als Subimago begattet. Subimago und Imago sind leicht zu unterscheiden: Die Flügel der Subimago sind milchig getrübt und mit feinen Haaren besetzt, der Hinterrand ist beborstet oder gefranst. Imagines besitzen unbehaarte, klare Flügel, die bei manchen Arten bräunliche Flecken aufweisen. Eintagsfliegen sind die einzigen rezenten Insekten, bei denen sich Tiere mit vollständig ausgebildeten Flügeln nochmals häuten. Die meisten Arten entwickeln eine Generation pro Jahr („monovoltin“), einige Arten können zwei („bivoltin“), ausnahmsweise drei oder noch mehr Generationen pro Jahr („polyvoltin“) aufweisen. Einige größere Arten benötigen zur Entwicklung zwei, bei außereuropäischen Arten ausnahmsweise bis vier Jahre. Die erwachsenen Tiere leben meist nur ein bis vier Tage, manchmal nur wenige Minuten, selten länger als eine Woche. Diese Zeitspanne wird ausschließlich zur Begattung und Eiablage genutzt. Die letzte Häutung der Larven zu den erwachsenen Tieren findet meist synchron statt, daher entstehen häufig große Schwärme männlicher Eintagsfliegen. Je nach Art fliegen diese Schwärme über dem Wasser oder auch, manchmal kilometerweit, von ihm entfernt. Weibliche Tiere fliegen in diese „Hochzeitsschwärme“ und werden von den Männchen ergriffen, die Paarung erfolgt im Flug. Die Weibchen legen die Eier ins Wasser von Flüssen und Bächen. Aufgenommen am 28.05.2012 im Stanser Ried.

Aricia agestis

•Mai 20, 2012 • 1 Kommentar

Der Kleine Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 22 bis 27 Millimetern. Sie haben dunkelbraune Flügeloberseiten, wobei sowohl auf den Vorder- als auch auf den Hinterflügeln deutlich orangefarbene Randflecken sichtbar sind. Die Flügelunterseiten beider Flügelpaare sind hell graubraun. Auf ihnen sind schwarze, hell umrandete Punkte und breite, orange gefärbte Flecken, die in einer Binde angeordnet sind, zu erkennen.Eine sichere Abgrenzung zur Zwillingsart Aricia artaxerxes ist aufgrund der Flügelmusterung kaum möglich, da es fließende Übergänge gibt. Auch eine Genitaluntersuchung bringt keine Sicherheit, da sich die beiden Arten kaum unterscheiden. Ökologische Kriterien sind für die Artbestimmung viel sicherer. So schließen sich zum Beispiel in der Schweiz die beiden Verbreitungsareale fast vollständig aus. Aufgenommen im Gnappiried bei Stans am 20.05.2012.

Libellula quadrimaculata

•Mai 20, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata) zählt zu den Grosslibellen und erreicht eine Körperlänge von 4 bis 4,5 Zentimetern bei Flügelspannweiten zwischen 7 und 8,5 Zentimetern. Jeder der vier Flügel hat einen auffälligen dunklen Fleck im Bereich der markanten Querader (Nodus), wonach die Art sowohl ihren wissenschaftlichen als auch ihren Trivialnamen erhielt. Bekannt ist diese Libelle auch für ihre Massenwanderungen in Schwärmen von beeindruckenden Ausmaßen. Der Gesamtbestand gilt als nicht bedroht. Aufgenommen im Gnappiried bei Stans am 19.05.2012.

Fulica atra

•Mai 13, 2012 • 1 Kommentar

Das Blässhuhn (Fulica atra) ist eine mittelgroße Art aus der Familie der Rallen,die als einer der häufigsten Wasservögel bevorzugt auf nährstoffreichen Gewässern anzutreffen ist. Die Art ist über große Teile Eurasien verbreitet und kommt darüber hinaus in Australien vor. Die Art wird bisweilen auch „Blässralle“ genannt, um auf die korrekte taxonomische Einordnung hinzuweisen. Auch die alte Schreibweise mit e (Blesshuhn, Blessralle) wird oft noch verwendet. Auf dem Foto ist der Junge wilde zu sehen, der mir so nah ans Objektiv kam, dass ich nicht mehr Schrafstellen konnte weil die Naheinstellgrenze unterschritten wurde. Ganz vorwitzig war der Kleine. Aufgenommen am 13.05.2012 beim Wichelsee in Alpnach.

 
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